Aschermittwoch mit Christian Lindner

Ingrid Porbeck, Ortsvorsitzende der FDP Bad Reichenhall, vertrat Kreis- und Ortsverband (Bad R’hall) beim diesjährigen Aschermittwoch in Dingolfing und weiß folgendes zu berichten:

Der Saal der Stadthalle Dingolfing war bis auf den letzten Platz besetzt. 900 Menschen wollten die Aschermittwochsveranstaltung der FDP miterleben. Als der Hauptredner Christian Lindner eintraf, wurde er mit Standing Ovations begrüßt.

Lindner schaltete sofort den „Aschermittwochsmodus“ ein: In 56 Minuten verteilte er kräftige „Watschen“, die meisten an SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Bezogen auf die fast schon religiöse Verehrung des Kandidaten durch seine Fans meinte Lindner: “Zwischen dem echten Sankt Martin und Schulz gibt es einen wesentlichen Unterschied: Der Heilige zerteilte seinen eigenen Mantel für die Armen, Martin Schulz will Güter verteilen, die ihm gar nicht gehören, sondern den Bürgern!“

Lindner nahm die Aussage von Schulz aufs Korn, Deutschland sei ein ungerechtes Land: „Rot und Schwarz haben immer die Kanzler gestellt. Wenn also Deutschland ungerecht ist, darf man auf keinen Fall SPD wählen!“ Der FDP-Vorsitzende sieht aber auch Vorteile in der Kandidatur von Schulz. Seit dessen Nominierung habe die FDP 1.200 Mitglieder hinzugewonnen. Insgesamt habe Schulz die Politik wieder aufgeweckt: „Zwölf Jahre Angela Merkel haben uns sediert.“ Die berühmte „Raute“ wollten viele nicht mehr sehen. Sie stehe für das lähmende Wort „alternativlos“.

Die CSU bekam auch ihr Fett ab, vor allem Alexander Dobrindt: Seine Mautpläne seien reine Rachepolitik gegen europäische Nachbarn und würden mehr Verluste als Gewinne einfahren. 

Christian Lindner setzte sich stark für das Handwerk und die Bauern ein. Die übertriebene Akademisierung der Gesellschaft sei eine Fehlentwicklung: Ein guter Handwerker sei genauso wichtig für unser Land wie ein Akademiker. Die Landwirte nahm er in Schutz gegen die „Bauernregeln“ von Umweltministerin Hendricks: „Hier wird unter dem Deckmantel der Satire ein ganzer Berufsstand diffamiert.“

Der FDP-Chef bedankte sich für die Arbeit der FDP Bayern und der örtlichen Parteigliederungen. Ohne das Engagement der Basis könnte der Wiederaufstieg der Partei nicht erreicht werden.

Nach seinen Ausführungen wurde der Redner von vielen Zuhörern angesprochen. Zahlreiche Fotokameras und Handys klickten. Ich hatte die Gelegenheit, Christian Lindner Grüße aus dem Berchtesgadener Land zu übermitteln und ihm eine süße Reichenhaller Spezialität mit auf den Weg zu geben – als Nervennahrung.

Der Parteivorsitzende konnte gestern nicht sehr lange in Bayern bleiben. In Herne-Wanne-Eickel wartete man im „Mondpalast“ auf ihn. Um 20 Uhr fand dort der politische Aschermittwoch statt, den er mit Wolfgang Kubicki bestritt.

Wer die Rede Christian Lindners in voller Länge sehen und hören möchte, kann dies hier bei YouTube.

Die Bad Reichenhaller Ortsvorsitzende Ingrid Porbeck mit FDP-Bundesvorsitzendem Christian Lindner.


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