Kreishauptversammlung wählt neue Delegierte

Bürgermeisterwahl in Bayer. Gmain Startschuss für die Kommunalwahlen 2020

 

Bad Reichenhall – Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Mitglieder der FDP Berchtesgadener Land zur Kreishauptversammlung. Als Gast begrüßten sie dabei Britta Hundesrügge, stellv. Bezirksvorsitzende der FDP Oberbayern. Beherrschendes Thema war die Bürgermeisterwahl in Bayerisch Gmain, in deren ersten Wahlgang der FDP-Kandidat Christoph Langgartner den Einzug in die Stichwahl um nur neun Stimmen verpasste. Zudem wurden turnusgemäß die Delegierten für die Bezirks- und Landesparteitage (BezPT und LPT) neu gewählt. Gewählt wurden der Kreisvorsitzende Alexander Reich (BezPT, LPT), Felix Pautzke, Gemeinderat und stellv. Kreisvorsitzender Christoph Langgartner (beide LPT), Kreisrat Armin Nowak und die Vorsitzende des Ortsverbandes Bad Reichenhall Ingrid Porbeck (beide BezPT).

Zu Beginn der Versammlung begrüßte der Kreisvorsitzende Alexander Reich alle Anwesenden. Es freue ihn, dass mit Britta Hundesrügge auch die stellvertretende Bezirksvorsitzende den Weg auf sich genommen habe, um bei der Kreishauptversammlung dabei zu sein. Dies mache die Wertschätzung deutlich, die die FDP Oberbayern dem Kreisverband entgegen bringe, so Reich.

Anschließend stand Reichs Rechenschaftsbericht über die Arbeit des vergangenen Jahres auf der Tagesordnung. Dabei verwies er auf die zahlreichen Wahlkämpfe, die zu schlagen waren: „Wir Ihr alle wisst, haben wir in den vergangenen zwei Jahren vier Wahlkämpfe geschlagen – und das erfolgreich. Diese Wahlkämpfe haben unsere Arbeit natürlich dominiert. Nach der Bundestagswahl 2017 haben wir es im vergangenen Jahr geschafft, sowohl wieder im Landtag als auch im Bezirkstag eine Fraktion zu stellen“, freute sich der Kreisvorsitzende. Dabei stellte Reich auch die Leistung der einzelnen Kandidaten der letzten Wahlen heraus:

Der stellv. Kreisvorsitzende Wilhelm Gschossmann, der als Direktkandidat für den Landtag kandidiert hat, habe mit seinem Wahlkampf enormes Engagement gezeigt: „Vor jemandem, der auch in Gemeinden wie der Ramsau mit ihren weiten Wegen Haustürwahlkampf führt, vor dem kann man nur den Hut ziehen“, betonte Reich und fügte hinzu: „Und die Wählerinnen und Wähler haben Dir Deine Bürgernähe und Dein offenes Ohr gedankt“, sprach Reich den Kandidaten direkt an und verwies dabei auf einen Stimmenzuwachs von 1,72 Prozentpunkten im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl. Zudem habe Gschossmann durch sein Ergebnis einen Platz auf der Landesliste der FDP gutmachen können.

Auch dem Karlsteiner Felix Pautzke, der als Listenkandidat für den Landtag kandidiert hat, dankte Reich für seinen Einsatz: Pautzke konnte durch sein Ergebnis, das im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl um 1,48 Prozentpunkte besser war, auf der Landesliste der FDP sogar drei Plätze nach vorne rutschen.

Besonders herausragend sei auch die Leistung der Bad Reichenhaller Ortsvorsitzenden Ingrid Porbeck gewesen, die als Listenkandidatin für den Bezirkstag kandidierte, so Reich: Mit einem Zugewinn von 14 Plätzen auf der Bezirksliste der FDP habe Porbeck nicht nur ein sensationelles Ergebnis eingefahren, sondern auch parteiintern für Aufhorchen gesorgt.

Im Anschluss an den Rückblick zur Landtags- und Bezirkstagswahl ging Reich auf die Bürgermeisterwahl in Bayerisch Gmain ein, bei der sich Christoph Langgartner hervorragend geschlagen habe: „Wer von knapp 25% gewählt wird und in der Heimatgemeinde der bayerischen Landwirtschaftsministerin nur neun Stimmen hinter dem CSU-Kandidaten liegt, der muss etwas richtig machen“, unterstrich der Kreisvorsitzende die Leistung Langgartners.

Das Ergebnis zeige, dass sowohl die Arbeit, die Christoph Langgartner im Gemeinderat leistet, als auch sein ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde bei den Menschen ankomme. „Unser Kreisverband steht für eine Politik, die Lösungen findet anstatt nach Ausreden zu suchen. Diesen Kurs der klaren Worte, des Anpackens und der zukunftsorientierten Entscheidungen werden wir fortführen“, so Reich.

Abschließend dankte der Kreisvorsitzende auch nochmals allen Helferinnen und Helfern, die Christoph Langgartner im Bürgermeisterwahlkampf unermüdlich unterstützten: „Ein ganz besonderes Zeichen ist, dass diese Helfer zu einem großen Teil keine Parteimitglieder sind. Diese Unterstützung in der Bevölkerung und das Ergebnis sind eine hervorragende Ausgangsposition für die Kommunalwahlen 2020. Dieser Wahlkampf war der Startschuss.“

In diesem Zusammenhang dankte auch Langgartner selbst nochmals allen Helferinnen und Helfern sowie dem Kreisverband für die Unterstützung. „Natürlich ist es schade, dass es so knapp nicht für die Stichwahl gereicht hat. Aber für mich ist es keine Niederlage: Wer hätte denn so ein Ergebnis noch vor ein paar Jahren erwartet? Wer hätte uns kurz nach der letzten Kommunalwahl, als ich in den Gemeinderat gewählt wurde zugetraut, so einen Wahlkampf mit so einem Ergebnis hinzulegen? Ich kann nur jeden dazu ermutigen, sich zu engagieren. Es gibt nichts Schöneres, als die eigene Gemeinde und damit auch das engste soziale Umfeld nach vorne zu bringen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Kommunalwahl 2020, in der wir mit Fraktionsstärke in den Gemeinderat einziehen wollen“, so Langgartner.

Reich verwies in seinem Rechenschaftsbericht auf den Antrag, den er im Namen des Kreisverbandes beim letzten Landesparteitag eingebracht hat und der dort eine deutliche Mehrheit fand: Somit ist nun die Forderung nach der Amtszeitbegrenzung des Bundeskanzlers (bzw. der Bundeskanzlerin) auf zwei Legislaturperioden Teil des Parteiprogramms der FDP Bayern. Zugleich stimmten die Delegierten auf dem Parteitag dafür, dass der Landesvorstand diesen Antrag auch auf dem nächsten Bundesparteitag einbringt, um die Forderung auch ins Programm der Bundes-FDP zu übernehmen.

Abschließend ging der Kreisvorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht noch auf die Mitgliederentwicklung des Kreisverbandes ein. Demnach könne die FDP Berchtesgadener Land innerhalb der letzten 12 Monate einen Mitgliederzuwachs von 12,6% verbuchen. Seit seinem Amtsantritt im Januar 2016 sei der Kreisverband sogar um 50% gewachsen, so Reich. Besonders freue es ihn, dass die Neumitglieder aus allen Altersklassen kommen, es also einen guten Mix gebe, den man auch in der politischen Arbeit hervorragend nutzen könne. Das Durchschnittsalter der Neumitglieder betrage laut Reich 31,4 Jahre, das Durchschnittsalter aller Mitglieder bei 45,7 Jahre.

Zuletzt wählten die Anwesenden turnusgemäß noch die Delegierten und Ersatzdelegierten für die Bezirks- und Landesparteitage neu. Deren Amtszeit beginnt am 01.05.2019 und endet am 30.04.2021. Als Delegierte zum Landesparteitag wurden gewählt: Kreisvorsitzender Alexander Reich, Felix Pautzke, Gemeinderat Christoph Langgartner, Kreisrat Armin Nowak (Ersatz), stellv. Kreisvorsitzender Wilhelm Gschossmann (Ersatz) und Carsten Neuhoven (Ersatz). Als Delegierte zum Bezirksparteitag wurden gewählt: Kreisvorsitzender Alexander Reich, Kreisrat Armin Nowak, die Bad Reichenhaller Ortsvorsitzende Ingrid Porbeck, Susa Engeler (Ersatz), JuLis-Kreisvorsitzender Franz Farthofer (Ersatz) und Kathrin Nowak (Ersatz).


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